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Mord und Gier im Havelland

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Die Havel wie hier am Kladower Ufer an der Imchenallee spielt auch im neuesten Kriminal-Roman „Tiefe Havel“ des Kladowers Tim Pieper (44) eine wichtige Rolle. Foto: Uhde

„Tiefe Havel“ heißt der dritte und neueste Kriminalroman des Kladower Autors Tim Pieper. Einen ersten Eindruck des neuen Werks können Leseratten und solche, die es werden wollen, am 24. März um 16 Uhr bei der Premierenlesung mit dem Autor in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung an der Carl-Schurz-Straße 53 gewinnen. Der Eintritt zur Lesung kostet 3 Euro.


Der Kriminalroman „Tiefe Havel“ wird vom Kölner Emons Verlag herausgegeben, umfasst 288 Seiten und kostet 11,90 Euro (ISBN 978-3-7408-0285-1).
Diesmal agiert Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben zwischen idyllischer Landschaft und krummen Geschäften. Ein Binnenfrachtschiff treibt im Havelkanal. An Bord liegt der Kapitän, hingerichtet in Profimanier. Erste Hinweise führen Sanftleben ins Berufsschiffermilieu. Doch der Täter hat bereits weiteres Blut an den Händen. Zu spät begreift Toni, dass es um alles geht, auch um seine eigene Zukunft. Auch Toni Sanftlebens dritter Fall besticht wieder durch eine ausgeklügelte Dramaturgie: Geschickt platziert Pieper mittels unterschiedlicher Perspektiven Informationen, legt falsche Fährten und erzeugt so Spannung. Besonders fesselnd geschildert ist der Showdown, auf den alle Handlungsstränge zulaufen. Auch die Charaktere überzeugen: Toni ist eine vielschichtig und interessant gezeichnete Persönlichkeit. Diese psychologische Differenziertheit findet sich beim gesamten Personal – auch die Nebenfiguren sind prägnant gezeichnet. Nicht nur inhaltlich und dramaturgisch überzeugt der Krimi, sondern auch sprachlich. Tim Pieper erzählt in einem klaren, flüssigen Stil, und die meist kurzen Kapitel halten das Lesetempo hoch, das gegen Ende dann noch einmal Fahrt aufnimmt. „Tiefe Havel“ skizziert ein beeindruckendes Bild der idyllischen Havel-Landschaft um Potsdam. Mit vielen kleinen Pinselstrichen zeichnet der Autor kenntnisreich ein anschauliches und atmosphärisches Bild der Region und seiner Bewohner.

Titel Tiefe Havel
Tim Pieper, geboren 1970 in Stade, studierte nach einer Weltreise Neuere und Ältere deutsche Literatur und Recht. Das Studium war 1998 auch Grund für seinen Umzug nach Berlin. Mit Frau und Sohn lebt er derweil in Kladow. „Der Spandauer Süden ist eine hervorragende Ausgangsbasis für meine ausgedehnten Fahrradtouren durch die idyllische Landschaft Berlins und Brandenburgs“, sagt der Krimi-Autor. Pro Jahr radele er dabei bis zu 5000 Kilometer.
Auf seinen Radtouren nutzt Pieper jede Gelegenheit, um die spannende und abwechslungsreiche Geschichte der Region zu erkunden. Und diese spielt dann in seine Krimis mit Lokalkolorit eine wichtige Rolle. Gern recherchiert Pieper an historischen Stätten. „Und dazu bietet die Region rund um den Spandauer Süden vielfach Gelegenheit“, zeigt sich Pieper über seine Südspandauer Heimat begeistert. Beim Schreiben seiner Bücher sei er dann sehr diszipliniert. „Ich arbeite fünf Tage in der Woche am Schreibtisch und setzte mir dabei für jeden Tag ein festes Leistungsziel“, schildert er seine freiberufliche Tätigkeit. Weitere Informationen zum Autor im Internet auf der Seite www.timpieper.net . ud

Regionales Stadtjournal Falkensee + Spandau

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