Sport, Spandau

Meistermacher Spandau

Havelstadt ehrte ihre rund 300 Spitzensportler

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Gemeinsam posierten die Modernen Fünfkämpferinnen Lena Schöneborn, Ronja Steinborn und Annika Schleu (links nach rechts) in bester Laune vor einem Fotoautomaten. Foto: Uhde

Als sportlicher Marathon erwies sich die Spandauer Sportlerehrung 2017 am 18. Januar in den Italienischen Höfen auf der Zitadelle. Galt es doch, rund 300 Sportler der Havelstadt für ihre herausragenden Leistungen zu würdigen. Spandau zeigte sich dabei auch diesmal wieder als eine Hochburg des Leistungssports, waren doch unter den für ihre Erfolge im Jahr 2017 Geehrten 21 Europa- und Weltmeister. Aber nicht allein diese standen im Mittelpunkt des Abends. Bei den Ehrungen, die Moderator Torsten Süfke sowie die Stadträte Gerhard Hanke und Frank Bewig (CDU) und der Vorsitzende des Sportausschusses Lars Reinefahl (CDU) sportlich flott über die Bühne brachten, wurden auch Ehrenamtliche, Nachwuchstalente, besonderes sportliches Engagement und mit dem „Mitternachtssport“ auch das erfolgreichste deutsche Sportprojekt nicht vergessen. Wie alle ´“Siegertypen“ trugen auch diese sich in das „Buch des Spandauer Sports“ ein.


Stargast des Abends war Profi-Boxerin Nina „The Brave“ Meinke vom „Spandauer Box-Club 96“. Nachdem Nina Meinke, deren Patenonkel Boxidol Sven Ottke ist, Ende April 2017 bereits vor fast 50.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion boxte, hat sie 2018 die Chance, um den WM-Titel im Super-Federgewicht zu kämpfen. „The Brave“ verkündete auch die Siegerin bei der Wahl zur „Spandauer Sportlerin des Jahres“, die während der Veranstaltung durch die Gäste bestimmt wurde. Diesmal fiel die Wahl auf Nora Peuser von der „Ruder-Union Arkona Berlin 1879“ an der Scharfen Lanke 71-73. Im Sportjahr 2017 wurde die Spandauer Spitzensportlerin Vize-Junioren-Weltmeisterin im Doppel-Zweier, Vize-Europameisterin im Doppel-Vierer und Deutsche Junioren-Meisterin im Doppel-Zweier.
Ganz so weit ist der zwölfjährige Timo Koch, der als Nachwuchstalent geehrt wurde, noch nicht. Aber auch er kann bei den Bogenschützen bereits auf Meisterehren zurückblicken, belegte er doch 2017 in der Kategorie Jagdbogen den zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft in der Toskana. Noch jünger ist Leonard Opitz von den „Sportfreunden Kladow“. Mit seinen sieben Jahren wurde er im Teakwondo Berliner Meister im Vollkontakt-Wettkampf und war damit der jüngste Sportler, der an diesem Abend geehrt wurde. Ganze 84 Jahre zählte dagegen Ursula Poplawski als älteste ausgezeichnete Sportlerin. Sie wurde 2017 Berliner Meisterin im Tischtennis-Damen-Einzel der Altersklasse Ü 80. Und so viele Geburtstags-Gratulanten wie an diesem Abend hatte Annika Bertram von den „Sportfreunden Kladow“ sicher noch nie. Denn die Berliner Meisterin im Einer-Kunstradfahren feierte an diesem Abend auf der Bühne ihren neunten Geburtstag mit einem „Happy Birthday“ aus hunderten Kehlen.
Für sein besonderes sportliches Engagement ehrte das Spandauer Sportamt Mario Kaszubowski vom Verein „Veritas 1966“. Der Fußballer ist gehörlos, spielt jedoch gemeinsam mit nicht Gehörlosen und verständigt sich mit ihnen dabei allein durch Gestik und Mimik. Dieses Beispiel für Willenskraft, Mut und Ehrgeiz eines Sportlers hob Hanke in seiner Laudatio als herausragendes Beispiel gelungener Integration hervor. Besonders geehrt wurden auch Dominik Draheim vom „“Märkischen Ruderverein“, Michael Kreßner vom „SC Staaken“ und Matthias Zimmermann von der „Arbeitsgemeinschaft Spandauer Fußballvereine“. Sie wurden für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement mit einer Urkunde ausgezeichnet. Über „Bares“ konnten sich Kostja Stroinski vom „Ruder - und Kanu-Verein 1928“ und Sofie Vardakas von der „Ruder-Union Arkona Berlin 1879“ freuen. Als Zuschuss Für Rennboote erhielten beide je 1500 Euro vom Projekt „Spitzensport Spandau“ beziehungsweise vom Sportamt. Und auch das bereits mehrfach ausgezeichnete deutsche Sportprojekt kommt mit dem „Mitternachtssport“ aus Spandau. Dessen Gründer Ismail Öner ehrte Stadtrat Bewig. Und kündigte an, dass dieses Jugend-Sportprojekt auf dem „Walk of Fame“ in der Freizeitsportanlage Südpark mit „einem eigenen Ruhmes- und Erinnerungsstein für immer auf der Ruhmesallee des Spandauer Sports verewigt wird“.
Einen besonderen Spaß gönnten sich im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung die wie schon traditionell auch 2017 wegen ihrer zahlreichen internationalen Erfolge geehrten Modernen Fünfkämpferinnen aus der Havelstadt. Gemeinsam posierten Lena Schöneborn, Ronja Steinborn und Annika Schleu in bester Laune vor einem Fotoautomaten. ud

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Lena Schöneborn (links) trug sich ebenso wie Annika Schleu, die mit Gehhilfen zur Sportlerehrung kam, bereits mehrmals ins „Buch des Spandauer Sports“ ein. Foto: Uhde

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Profi-Boxerin Nina „The Brave“ Meinke vom „Spandauer Box-Club 96“. Foto: Uhde

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Nora Peuser von der „Ruder-Union Arkona Berlin 1879“ wurde zur Spandauer Sportlerin des Jahres 2017 gewählt. Foto: Uhde

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Der zwölfjährige Timo Koch wurde als Nachwuchstalent geehrt. Foto: Uhde

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Mit 84 Jahren war Ursula Poplawski die älteste ausgezeichnete Sportlerin. Foto: Uhde

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Für sein besonderes sportliches Engagement ehrte das Spandauer Sportamt Mario Kaszubowski. Foto: Uhde

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Dominik Draheim vom „“Märkischen Ruderverein“, Michael Kreßner vom „SC Staaken“ und Matthias Zimmermann von der „Arbeitsgemeinschaft Spandauer Fußballvereine“ (links nach rechts) wurden für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement mit einer Urkunde ausgezeichnet. Foto: Uhde

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Geehrt wurde der Gründer des mehrfach ausgezeichneten deutschen Sportprojekts „Mitternachtssport“ Ismail Öner. Foto: Uhde

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