Spandau, News

Tourismus auf gutem Weg

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Der 2. Runde Tisch „Spandau Tourismus" tagte am 5. Oktober im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Kladow. Foto: Uhde

Als einen der „Leuchttürme“ im touristischen Angebot der Havelstadt hatten sich Lothar Gröschel, Leiter des Projekts „Spandau Tourismus“ und seine Agentur „Gröschel Branding“ für den 2. Runden Tisch „Spandau Tourismus" am 5. Oktober das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM), Am Flugplatz Gatow 33, in Kladow ausgesucht. Beim Treffen unter dem Motto „Spandau entdecken ...“ stellten die Akteure, deren Aufgabe es ist, touristische Potenziale der Havelstadt einem breiteren Publikum zu erschließen und erlebbar zu machen, erste Ergebnisse ihres im Sommer gestarteten Projekts vor. Das ist auf rund zwei Jahre angelegt und wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft mit 300.000 Euro gefördert.


So wurden zunächst die für den Tourismus in Spandau interessanten Themen auf einer Karte des Bezirks verankert. Zu denen gehören etwa die Bereiche Geschichte, Stadtentwicklung und Industriekultur, Natur, Wasser, Events und Kultur sowie Freizeit und Erholung. Der Bereich der Industriekultur findet sich mit teils historischen Fabrikanlagen in Haselhorst und Siemensstadt. Touristische Highlights im Bereich Natur sind dagegen vor allem in den Ortsteilen Kladow, Gatow, Hakenfelde und Staaken zu finden. Neben Zitadelle, Altstadt und Fort Hahneberg spielt bei den für den Tourismus bedeutenden Orten in Spandau auch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Kladow eine bedeutende Rolle.

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Die Karte zeigt, wo in der Havelstadt die Themen des Tourismus im Bezirk verankert sind. Foto: Uhde


1995 nach seinem Umzug aus Uetersen auf dem einstigen Flugplatz wiedereröffnet, befindet es sich derzeit in einer Phase der umfassenden Neugestaltung. Deren Zielrichtung stellte Frau Dr. Doris Müller-Toovey, kommissarische Leiterin Neukonzeption beim MHM Flugplatz Gatow, den rund 30 trotz des Sturms „Xavier“ nach Kladow gekommenen Besuchern vor.
So werden die Ausstellungsbereiche des Museums derzeit neu entworfen. Bis zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen und der Eröffnung der neuen zentralen Ausstellung in Hangar 4 wird in Hangar 3 ab Frühjahr 2018 eine überarbeitete Ausstellung gezeigt. Sie bietet einen Überblick über die Geschichte der militärischen Luftfahrt und stellt dabei den Menschen in den Mittelpunkt. Ebenfalls im Frühjahr 2018 wird Hangar 7 als Ausstellungsfläche schließen und wieder als Depot genutzt. Zug um Zug soll dann die Sanierung der weiteren Gebäude erfolgen. Im veränderten Museum wird es dann mit dem umzubauenden Hangar 4 ein zentrales Museumsgebäude geben, die so genannte Zeithalle. Hier werden Besucher auf knapp 5.000 Quadratmetern einen historischen Überblick zur Entwicklung der militärischen Luftfahrt und zum Verhältnis von Luftstreitkräften und Gesellschaft in Deutschland erleben. Mit einem zentralen Eingangsbereich, einer Cafeteria und einem Kinosaal wird das Hauptgebäude zudem neue Möglichkeiten der Besucherbetreuung bieten. Das Freigelände erhält ein Besucherleitsystem, das zu Inszenierungen und Themeninseln, die die Atmosphäre eines Flugplatzes lebendig werden lassen, führt.

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Dr. Doris Müller-Toovey, kommissarische Leiterin Neukonzeption beim Militärhistorischen Museum, stellte die Ziele der Umgestaltung des Museums vor. Foto: Uhde


„Künftig wird sich das Museum in dreierlei Hinsicht als Kompetenzzentrum präsentieren“, sagte Frau Müller-Toovey. Es werde ein „forschendes Museum“ für das Thema Luftkrieg, stelle ein kritisches, reflektierendes Traditionsverständnis der Streitkräfte in den Mittelpunkt seiner Arbeit und werde sich um die Konservierung und Restaurierung historischer, militärischer Luftfahrzeuge und Großobjekte kümmern. Zudem werde das MHM Fragen nach der Legitimität staatlicher Gewalt in Bezug zum gesellschaftlich-politischen System stellen. Ein weiterer Schwerpunkt werde den Blick auf den Menschen in seinen verschiedenen Rollen lenken sowie persönliche Geschichten und Schicksale erzählen. „Damit stellt das Museum dann auch die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen“, so die Referentin. ud

 

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