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Leben auf Messers Schneide

Horst Eberhard Pomplun – der Name steht für Sicherheit

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Horst Eberhard Pomplun (70) hat Erlebnisse seiner fünfzigjährigen Tätigkeit als Personenschützer in bislang drei Büchern veröffentlicht. Foto: Uhde

50 Jahre seines Lebens prägte die Sorge um die Sicherheit derer, die ihr Schicksal in seine Hände legten. Auf allen Kontinenten war Horst Eberhard Pomplun (70) unterwegs, um Leib und Leben von Staatspräsidenten, Königen und Königinnen, Scheichs, Prinzen, Managern und Prominenten weltweit zu schützen.

Nach fünf Jahren im Dienst offizieller Sicherheitsbehörden gründete Pomplun vor 45 Jahren seine Firma „VTP – Personenschutz Pomplun“. Die hat ihren Sitz am Kladower Havelufer. 1947 in Rixdorf geboren, zog Horst Eberhard Pomplun 1975 hierher nach Kladow. Seit 35 Jahren steht ihm Ehefrau Ewa-Maria zur Seite. Und natürlich – wie sollte es anders sein – beherrscht auch sie perfekt die kniffelige Kunst des Personenschutzes. „Meine Ehefrau war die erste mit einer Waffe ausgerüstete weibliche Personenschützerin“, betont Pomplun nicht ohne Stolz.
Ausgebildet hat Ewa-Maria Pomplun natürlich ihr Ehemann. Denn Horst Eberhard Pomplun gründete 1980 die erste Fachakademie für Sicherheit in Deutschland. Deren Aufgabe: Ausbildung von hochqualifiziertem Sicherheitspersonal, vor allem von Personenschützern. Mit seiner Firma schuf er in Zusammenarbeit mit der IHK Potsdam in Deutschland den qualifizierten Beruf des privaten Personenschützers. In mehr als vier Jahrzehnten bildete Pomplun bislang schon einige tausend Sicherheitskräfte und Personenschützer aus. „Für die Tätigkeit als Personenschützer, die höchste Aufmerksamkeit und ein gehöriges Maß an Diskretion erfordert, waren davon allerdings maximal 20 Prozent geeignet“, sagt Pomplun.
Seine beruflichen Aufgaben waren vielfältig. So vertraute ihm ein Scheich die Aufgabe an, seinem Sohn – natürlich bestens bewacht - das Skifahren beizubringen. Froh war Pomplun, als er seiner Frau die Aufgabe übertragen konnte, Ehefrauen von arabischen Herrschern bei ihren Einkäufen in Europa die notwendige Sicherheit zu gewährleisten. Gefährliche Situationen hat Horst Eberhard Pomplun in den langen Jahren seiner Tätigkeit als Personenschützer etliche erlebt. Genaueres will er darüber ebenso wenig erzählen wie er ungern Namen seiner Klienten nennt. Auf jeden Fall gehörten der Industrielle Friedrich Karl Flick, die Tennisspielerin Gabriela Sabatini, der Sänger Phil Collins und der Schauspieler Heinz Rühmann dazu. Mehr zu nennen verbiete die Diskretion. Und zur ständigen Gefahr nur so viel: „Außer ein paar Rippenbrüchen und einen Messerstich in die Hand habe ich nichts abbekommen“, sagt Pomplun. Das ist sicher nicht nur dem Glück, sondern vor allem seiner Professionalität zu verdanken. Seine diskreten Dienste für deutsche Politiker brachten ihm das Verdienstkreuz in Gold ein. Und die erfolgreiche Arbeit für die venezolanischen Präsidenten Rafael Antonio Caldera und Hugo Chávez machten ihn zum Träger des Simon Bolivar Ordens.
Seine berufliche Tätigkeit hat Pomplun derweil weitgehend eingeschränkt. Umso mehr Zeit bleibt für die Hobbys Oldtimer, Wassersport und Fliegen. Den Flugschein machte Pomplun übrigens bereits vor 45 Jahren. Besonders freut es ihn, wenn noch heute berühmte, ehemalige Kunden zu Besuch nach Kladow kommen. Und er hat eine weitere, durchaus zeitraubende Aufgabe gefunden. „Seit drei Jahren schreibe ich meine abenteuerlichen Erlebnisse auf, auch die teuflisch schönen Nebeneffekte – schöne und interessante Frauen“, erzählt Pomplun. Drei Bücher sind bereits im „VTP Verlag-Berlin“ (www.vtp-verlag-berlin.de) erschienen. Unter dem Titel „Mein Leben als Personenschützer“ sind sie auch im Buchhandel oder Internetversand für 14,90 Euro (als eBook für 6,66 Euro) zu erhalten.

Horst Pomplun Bücher

Alle drei bislang erschienenen Bände der Reihe „Mein Leben als Personenschützer“ erzählen vom abenteuerlichen Lebens Horst Eberhard Pompluns. Repro: Uhde

 

Ein wenig tritt Horst Eberhard Pomplun damit auch in die Fußstapfen seines Onkels Kurt Pomplun (1910-1977). Manchem wird der Heimatforscher noch bekannt sein durch seine Beiträge zur RIAS-Rundfunksendung „Kutte kennt sich aus“ oder durch seinen Buch-Klassiker „Berlins alte Dorfkirchen“.
Seine Autorentätigkeit brachte Pomplun auch auf eine Idee, wie er seinen Beitrag zum 750. Jubiläum der Ersterwähnung Kladows leisten kann. Am 15. Juli um 17 Uhr lädt Pomplun in sein Kladower Haus zu einer Lesung aus seinen Büchern ein. Da der Platz begrenzt ist, sollten sich Interessenten zuvor unbedingt unter Telefon 0172 380 60 20 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Schon von 14 bis 16 Uhr gibt es eine kleine Kinderparty für Kinder von vier bis 12 Jahre. Dabei können Kinder sich auf einen „Personenschützer-Spezialparcours“ begeben und eine Urkunde gewinnen. ud

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