Sport, Falkensee

2. FF: Jetzt reden ehemalige Spieler

Nach der Veröffentlichung einer Presseinformation vom "SV Falkensee-Finkenkrug" über die Abmeldung der 2. Herren aus dem Ligabetrieb haben sich ehemalige  Spieler gemeldet und auf die Presseinformation reagiert. Wir veröffentlichen das Papier genauso kommentarlos wie die Meldung der Vereinsführung:

"Anlässlich der veröffentlichten Pressemitteilung des SV Falkensee-Finkenkrug e.V., die Auflösung der 2. Männermannschaft betreffend, möchten wir ehemaligen Spieler (Jan, Tim, Lars Steffens; Marijan Güttler; Julian Bissantz) aufgrund der erfolgten Anschuldigungen gerne Stellung beziehen. Hierbei soll es sich keineswegs um eine Rechtfertigung handeln, sondern es werden lediglich die Perspektive und die Erfahrungen der genannten Spieler geschildert...

Der ehemalige Trainer Andreas Treppmacher trat in der vergangenen Winterpause von seinem Amt als Trainer der 2. Männermannschaft zurück. Als Gründe wurden unter anderem der unterbesetzte Kader und die Tabellensituation genannt. Nach einem Gespräch zwischen den verbliebenen Spielern und dem ehemaligen Betreuer Enrico Caterba wurde entschieden, die Rückrunde, mit letzterem als Trainer zu bestreiten. In Folge dieser Entscheidung bestritt die 2. alle weiteren Spiele jeweils mit dünnem Kader, der Trainer musste sich zeitweise selbst einwechseln und ein Spiel musste abgesagt werden, da man keine 11 Spieler vorweisen konnte. Da man zur neuen Saison mit keinen festen Zugängen aus der 1. und 3. Mannschaft und mit vier bis fünf Neuzugängen von außen rechnen konnte, trat der Großteil der Mannschaft vorsorglich aus dem Verein aus. Die Bedingungen für den Wiedereintritt waren ein deutlich breiterer und besser aufgestellter Kader, eine Stellungnahme vom Vorstand, eine bessere Kommunikation mit der Mannschaft und ein neuer Trainer. Drei Spieler gaben bereits zum Saisonende ihre Wechsel zu anderen Vereinen bekannt und zeigten sich dabei sehr transparent. So wurde Marijan Güttler durch den aktuellen Vorstandsvorsitzenden mündlich versichert, dass er mit keiner Sperre rechnen müsse, sollte er die Saison 15/16 noch gemeinsam mit Falkensee-Finkenkrug bestreiten. Der Großteil der Mannschaft befand sich in der Trattoria Toscana als Güttler versichert wurde, dass ihm „durch den Verein keine Steine in den Weg gelegt werden“. Bisher wurde dieses Versprechen nicht eingelöst. Der neue Trainer Stefan Küchler zeigte sich engagiert und transparent. So stellte er von Anfang an klar, dass er die Saison mit einem Kader antreten möchte, der mindestens 21 Mann umfasst. Während der Saisonvorbereitung kam die 2. Mannschaft bei zwei erfolgten Testspielen nie auf mehr als 13 bis 16 Mann. Hinzu kommt, dass im Tor beide Male jemand eingesprungen ist, der sonst als Ordner fungiert und nicht im Training ist.

Zudem kam es zu unglücklichen Missverständnissen mit dem Vorstand. Zum Beispiel unterbrach die 2. und 3. Männermannschaft ihr Training um beim Testspiel der 1. Mannschaft gegen Brieselang vorgestellt zu werden - die Spieler waren da, aber die Vorstellung blieb aus.

Diese Geschehnisse und der weiterhin zu dünn besetzte Kader bewegte die Steffens-Brüder, nach langem Überlegen dazu, nicht wieder in den Verein einzutreten. Sie hatten sich offenkundig vorbehalten die Vorbereitung und die Entwicklung der Mannschaft und des Vereins abzuwarten. Dies teilten sie dem Falkenseer Trainer Stefan Küchler, zu einer seinerseits genannten Frist mit, um ihm die nötige Planungssicherheit zu geben.

Unabhängig davon entschieden die Steffens-Brüder nach ein (Jan und Tim Steffens) bis zwei (Lars Steffens) Probetrainingseinheiten, über welche Trainer und Betreuer unterrichtet wurden, sich dem SV Dallgow anzuschließen. Im Zuge der Auflösung der Mannschaft, entschied sich auch Julian Bissantz dafür, beim SV Dallgow 47 e.V. einzutreten. Alle hier namentlich genannten Spieler (ausgenommen Lars Steffens) müssen nun aufgrund der, von Falkensee verhängten, nahezu utopisch hohen Ablösesummen bis November und somit auf die Auflösung ihrer Sperre warten.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese Erklärung nicht dem Zweck dienen soll, den SV Falkensee-Finkenkrug e.V. und dessen Vorstand zu diffamieren. Es sollten ausschließlich einige Fakten dargelegt werden, die ehemalige Stamm- und Schlüsselspieler vielleicht nicht mehr als charakterlich schwach, mit dem Willen andere schlichtweg zu verarschen, erscheinen lassen. Auch wir finden es, nach so langer Tradition schade, dass der Verein sich gezwungen sah die 2. Mannschaft des SV Falkensee-Finkenkrug e.V. aufzulösen. Leider zeichnete sich dieser Ausgang schon seit längerer Zeit ab, weshalb wir dem Verein und dem Vorstand für die Zukunft wünschen, dass sie aus den aktuellen Geschehnissen lernen und ihre Konsequenzen bezüglich der Handhabung von drei gemeldeten Männermannschaften ziehen." (Zitat Ende).

Regionales Stadtjournal Falkensee + Spandau

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