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Großstaustellen auf dem Weg nach Spandau

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Umfangreiche Bauarbeiten behindern den Verkehr auf der Heerstraße, dem Seegefelder Weg und jetzt noch auf der Spandauer Straße

Mit dem Auto von Falkensee aus nach Spandau oder Berlin fahren, das ist zur Rushhour schon seit langem kein Vergnügen. Zu viele Fahrzeuge teilen sich zu wenige und zu schmale Straßen, es gibt immer wieder lange Stauzeiten. Das ist noch schlimmer geworden, seitdem auf Berliner Seite der Seegefelder Weg saniert wird und an der Heerstraße die Freybrücke ersetzt wird. Jetzt droht der Kollaps. Denn auf der einzigen noch halbwegs funktionierenden direkten Verbindungsstraße in die Hauptstadt, der Spandauer Straße, beginnen in diesen Tagen Bauarbeiten.


Auftraggeber sind der Landesbetrieb Straßenwesen und die Stadt Falkensee. Ausgebaut werden der sogenannte Hellweg-Kreisel und die Spandauer Straße, die als Landesstraße die Kennzeichnung L201 trägt. Die Baustelle reicht dabei von der Einfahrt Hellweg-Baumarkt bis zur Humboldststraße. Der vorhandene Kreisverkehr wird neu gestaltet und auf eine Gesamtdurchmesser von rund 60 Metern vergrößert.

An seinen Peripherien werden Abkürzungen gebaut, die ein direktes Abbiegen ermöglichen, ohne auf den eigentlichen Kreisverkehr zu fahren. Zum Beispiel für Rechtsabbieger von der Seeburger auf die Spandauer Straße oder von der Spandauer auf die Seeburger Straße.

Die L 201 (Spandauer Str.) erhält künftig getrennte Richtungsfahrbahnen, jeweils mit einem 2,50 m breiten Radfahrstreifen, die durch eine Mittelinsel voneinander getrennt sind. Außerdem werden die Nebenanlagen teilweise neu gestaltet und es werden Leitungen für Gas, Wasser, Strom, Beleuchtung, Regenwasser neu verlegt.

Zeitgleich dazu erfolgt der Bau eines Fahrbahnteilers im Bereich des Mauerradweges an der Stadtgrenze Falkensee/Berlin. Der Verkehr wird über provisorische Fahrbahnabschnitte zweispurig über die Baustelle geleitet, der Verkehr aus Richtung Potsdam/B 5 (Seeburger Straße) in Richtung Falkensee u. Berlin, sowie der Verkehr aus Richtung Falkensee u. aus Richtung Berlin in Richtung Potsdam/B 5 wird über die Panzerstraße umgeleitet.

Weitere Verkehrslenkungsmaßnahmen: Am Knotenpunkt Panzerstraße/ Spandauer Straße wird eine provisorische Ampelanlage aufgebaut, in deren Regelung auch die Ausfahrt zum Falkenmarkt einbezogen wird. Auch an der Ausfahrt des Hellweg-Baumarktes zur Spandauer Straße wird eine provisorische Ampelanlage installiert. Die Geh-/Radwegführung erfolgt aus Richtung Falkensee in Richtung Berlin bzw. umgekehrt über die vorhandenen Geh-/Radwege (südlich der Spandauer Str.) bzw. über Provisorien (Im Bereich des Kreisverkehrs).

Die Baustellen sollen bis Jahresende 2016 fertig gestellt sein. Bis dahin, so eine Pressemitteilung, werden alle Verkehrsteilnehmer gebeten, diesen Bereich weiträumig zu umfahren. Wenn das mal so einfach wäre: Wer über den Seegefelder Weg ausweichen möchte, bleibt weiterhin in der Großbaustelle hängen. Die Straße ist zum Teil nur in eine Richtung befahrbar - der Verkehr nach Berlin wird an der Kreuzung Hackbuschstraße in Staaken weiträumig über den Torweg und Klosterbuschweg umgeleitet. Der Seegefelder Weg erhält seit Ende 2015 in Fahrtrichtung Berlin eine komplett neue Fahrbahn, neue Geh- und Radwege, neue Leitungen und einen neuen Regenwasserkanal. Die Bauabreiten auf diesem Teilstück sollen frühestens Ende des Jahres fertig sein. Dann soll der nächste Abschnitt folgen.

Fast fertig ist dagegen die Freybrücke an der Heerstraße, die dritte Stauverbindung nach Berlin. Seit 2014 wird die Brücke über die Havel erneuert, zunächst wurde eine Behelfsbrücke gebaut, über die rund 60.000 Fahrzeuge pro Tag hinweg rollen. Danach trugen Arbeiter die alte Brücke ab und montierten Anfang Juni das neue Brückenteil. Im Herbst 2016 soll der letzte Bauabschnitt fertig gestellt sein und die neue Brücke wieder befahrbar sein. Bis dahin brauchen Falkenseer für den Weg nach Berlin entweder Geduld oder eine Fahrkarte für die Regionalbahn. bvs

Regionales Stadtjournal Falkensee + Spandau

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